
Das Haus des Hörens bekommt ein 360° Pan. Akustikon
Das Künstlerduo Lukas Kühne und René Rissland konnte sich als Arbeitsgemeinschaft beim Wettbewerb Kunst am Bau mit ihrem 360° Pan.Akustikon gegen 7 weitere Einreichungen namhafter Künstlerinnen und Künstler durchsetzen.
Ein Panakustikon ist ein im 17 Jahrhundert vom Universalgelehrten Athanasius Kircher entwickeltes Vorgängermodell des modernen Mikrofons oder der Gegensprechanlage. Es beruht auf dem Sender-Empfänger-Prinzip.
Für das Neue Rundfunkmuseum Fürth – Haus des Hörens planen Kühne und Rissland zwei interaktive, miteinander koppelbare Hörstationen auf dem Turm des Museums und in der Nähe des Eingangs. Die auf dem Turm befindliche Skulptur fängt Klänge aus der Stadt ein und sendet sie in das Museumsinnere, wo sie der Besucher hören kann. Die in der Nähe des Eingangs platzierte Skulptur dagegen fängt die Klänge der Umgebung ein und gibt sie auch direkt an die Umgebung ab.

Bildrechte: © Lukas Kühne + René Rissland, DBCO GmbH
„Das Klangskulpturen Konzept macht akustisch-analoge Technologie und Physik auf spielerische Weise erlebbar“, so Kühne und Rissland.
Mit den beiden Skulpturen werde eine historische Klangübertragungstechnologie architektonisch manifestiert und für jeden erlebbar und ausprobierbar gemacht. Sie bieten zudem ein spannendes Erlebnis auch für wiederkehrende Besucherinnen und Besucher und sei identitätsstiftend für das neue Museum, das zukünftig seinen Schwerpunkt auf den Hörsinn des Menschen lege. So begründet die Jury ihre Entscheidung.
Das Team des Neuen Rundfunkmuseums – Haus des Hörens freut sich nun auf die Umsetzung. Das Kunstwerk ergänzt inhaltlich das Museumskonzept hervorragend durch die historische Spannweite. Es wird das Museumsgebäude auch optisch ideal bereichern. Eine Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge ist im Rahmen der Wiedereröffnung des Neuen Rundfunkmuseums – Haus des Hörens geplant. Das Projekt wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Kulturfonds Bayern, die Bayerische Landesstiftung, die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern sowie die Stadt Fürth.
Zu den Künstlern:
Lukas Kühne ist ein international tätiger deutscher Sound-Skulpteur. Seine aktuelle künstlerische Praxis ist interdisziplinär und partizipativ angelegt. Zu seinen bekanntesten Werken im öffentlichen Raum zählen monumentale, begehbare Raumkonstellationen, die als permanente Installationen konzipiert sind. Diese verräumlichten Klangkonzepte sind so gestimmt, dass sie interaktiv auf bestimmte Tonfrequenzen resonieren.
http://www.lukaskuehne.com/lukas_kuehne_sculptor
René Rissland ist Architekt, Stadtforscher und Künstler in Nürnberg, wo er gemeinsam mit seinem Partner Matthias Massari 2022 das Büro raum.land architekten und stadtplaner gründete und leitet. Als Architekt verfügt er über eine langjährige Erfahrung in der Konzeption, Planung und Realisierung architektonischer und städtebaulicher Projekte und ist zugleich im Bereich (Klang)Kunst und Design tätig.
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