3D-Rendering des 360° Pan.Akustikons

Das Haus des Hörens bekommt ein 360° Pan. Akustikon

Das Künstlerduo Lukas Kühne und René Rissland konnte sich als Arbeitsgemeinschaft beim Wettbewerb Kunst am Bau mit ihrem 360° Pan.Akustikon gegen 7 weitere Einreichungen namhafter Künstlerinnen und Künstler durchsetzen.

Ein Panakustikon ist ein im 17 Jahrhundert vom Universalgelehrten Athanasius Kircher entwickeltes Vorgängermodell des modernen Mikrofons oder der Gegensprechanlage. Es beruht auf dem Sender-Empfänger-Prinzip.

Für das Neue Rundfunkmuseum Fürth – Haus des Hörens planen Kühne und Rissland zwei interaktive, miteinander koppelbare Hörstationen auf dem Turm des Museums und in der Nähe des Eingangs. Die auf dem Turm befindliche Skulptur fängt Klänge aus der Stadt ein und sendet sie in das Museumsinnere, wo sie der Besucher hören kann. Die in der Nähe des Eingangs platzierte Skulptur dagegen fängt die Klänge der Umgebung ein und gibt sie auch direkt an die Umgebung ab.

Foto: 260608 Perspektive Eingangsbereich.jpg
Bildrechte: © Lukas Kühne + René Rissland, DBCO GmbH

„Das Klangskulpturen Konzept macht akustisch-analoge Technologie und Physik auf spielerische Weise erlebbar“, so Kühne und Rissland.

Mit den beiden Skulpturen werde eine historische Klangübertragungstechnologie architektonisch manifestiert und für jeden erlebbar und ausprobierbar gemacht. Sie bieten zudem ein spannendes Erlebnis auch für wiederkehrende Besucherinnen und Besucher und sei identitätsstiftend für das neue Museum, das zukünftig seinen Schwerpunkt auf den Hörsinn des Menschen lege. So begründet die Jury ihre Entscheidung.

Das Team des Neuen Rundfunkmuseums – Haus des Hörens freut sich nun auf die Umsetzung. Das Kunstwerk ergänzt inhaltlich das Museumskonzept hervorragend durch die historische Spannweite. Es wird das Museumsgebäude auch optisch ideal bereichern. Eine Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge ist im Rahmen der Wiedereröffnung des Neuen Rundfunkmuseums – Haus des Hörens geplant. Das Projekt wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Kulturfonds Bayern, die Bayerische Landesstiftung, die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern sowie die Stadt Fürth.

Zu den Künstlern:

Lukas Kühne ist ein international tätiger deutscher Sound-Skulpteur. Seine aktuelle künstlerische Praxis ist interdisziplinär und partizipativ angelegt. Zu seinen bekanntesten Werken im öffentlichen Raum zählen monumentale, begehbare Raumkonstellationen, die als permanente Installationen konzipiert sind. Diese verräumlichten Klangkonzepte sind so gestimmt, dass sie interaktiv auf bestimmte Tonfrequenzen resonieren.

http://www.lukaskuehne.com/lukas_kuehne_sculptor

René Rissland ist Architekt, Stadtforscher und Künstler in Nürnberg, wo er gemeinsam mit seinem Partner Matthias Massari 2022 das Büro raum.land architekten und stadtplaner gründete und leitet. Als Architekt verfügt er über eine langjährige Erfahrung in der Konzeption, Planung und Realisierung architektonischer und städtebaulicher Projekte und ist zugleich im Bereich (Klang)Kunst und Design tätig.

https://raumland.net/


Weitere Einträge

  • 3D-Rendering des 360° Pan.Akustikons

    Kunst am Bau

    Das Haus des Hörens bekommt ein 360° Pan. Akustikon Das Künstlerduo Lukas Kühne und René Rissland konnte sich als Arbeitsgemeinschaft beim Wettbewerb Kunst am Bau…

    Weiterlesen

  • Der Anbau des Haus des Hörens mit seiner Raumaufteilung aus der Drohnenansicht.

    Der neue Anbau nimmt Gestalt an

    Neue Perspektiven auf den Erweiterungsbau. Aus der Vogelperspektive wird die Einbindung des Anbaus in das Museumsgelände besonders deutlich. Gleichzeitig geben die Aufnahmen Einblicke in die…

    Weiterlesen

  • Schutz für das historische Treppenhaus

    Schutzmaßnahmen im Treppenhaus. Damit die historische Treppe während der Bauarbeiten keinen Schaden nimmt, wurde sie geschützt und verkleidet. Die Bilder zeigen, wie diese Sicherungsmaßnahme im…

    Weiterlesen

  • Ziegelwand auf der Baustelle des Rundfunkmuseums.

    Blicke ins Detail

    Strukturen im Wandel. Ein genauer Blick zeigt: Auch Abrissarbeiten bringen besondere Raumsituationen und Strukturen hervor. Freigelegte Schichten, Materialien und Linien werden sichtbar, die sonst verborgen…

    Weiterlesen

  • In der Uferstadt entsteht Neues – Pressetermin

    Alles wird neu – und alles ganz anders. Die Presse berichtet über die laufenden Arbeiten, die Planung und Konzeption. Weitere Einträge

    Weiterlesen

  • Abriss im Inneren des Rundfunkmuseum-Gebäudes.

    Abrissarbeiten

    Bevor Neues entsteht: Rückbaumaßnahmen im Gebäude. Bestehendes muss weichen. Im Inneren des Rundfunkmuseums haben erste Abrissarbeiten begonnen, um Platz für die weiteren Umbaumaßnahmen zu schaffen.…

    Weiterlesen